Große Vögel, kleine Vögel

Während einer Reise durch die italienische Provinz, die wer weiß wo begonnen hat und wer weiß wo enden wird, wandert ein Mann mit seinem Sohn an einem Stadtrandgebiet entlang, das unendlich erscheint, von unwahrscheinlichen Straßenhinweisen wimmelt und von ruhenden Engeln, munteren Schmierenkomödianten, lärmenden Quälgeistern und anderem bevölkert ist. Auf ihrem Weg, im Gewirr bizarrer, absurder und komischer kleiner Abenteuer begegnen die beiden auch einem sprechenden Raben, der sie in politisch-philosophische Debatten über Gott und die Welt, Marx und Christus, Geschichte und Revolution verwickelt. Da die beiden die Ausführungen des Raben nicht verstehen, erzählt er ihnen eine Parabel vom Heiligen Franziskus und ermuntert Vater und Sohn, den Spatzen und Falken das Evangelium zu predigen.
Die verschrobene Filmfabel ist eine ebenso witzige wie tiefsinnige Meditation über Geschichte und Bestimmung des Menschen. Allen Dogmatikern hat Pasolini damit den Vogel gezeigt.

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